Donnerstag, 2. Dezember 2010

Das passiert 200 Meter von meiner Haustüre entfernt:

Anwohner lehnen Eventhalle ab
Viel Ärger nach erster Abi-Feier Stadt prüft derzeit die
Genehmigung
CAROLA HILBRAND
ERFTSTADT. Eine "Vergnügungsstätte" für kulturelle
Festivitäten soll es werden, ein beliebter Veranstaltungsort und
Treffpunkt vor allem für die Jugend. Die Rede ist von der
geplanten "Eventhalle" im Gewerbegebiet an der
Klosengartenstraße. Eine zweifelhafte "Verniedlichung"
allerdings schimpfen die Anwohner derlei Sprachregelungen -
und liefern nächtliche Augenzeugenberichte von der Eventhalle
als einem Schlachtfeld hemmungsloser Randale und trunkener
Pöbelei.
Der Hintergrund: Die Hausnummer 44 der Klosengartenstraße
wartet auf die Genehmigung der Stadt, sich schon bald als
Eventhalle präsentieren zu dürfen. Die prüft das derzeit, ließ aber
vor knapp einem Monat eine Probeveranstaltung stattfinden -
eine Abiturfeier. Seitdem formiert sich Widerstand von Seiten
der Anwohnerschaft.
"Wir wurden von 22 Uhr bis zum nächsten Morgen
ununterbrochen von grölenden und randalierenden Betrunkenen
belästigt", sagt ein Anwohner. Damit nicht genug: Von
Autorennen in der zugeparkten Straße vor dem Wohnhaus
spricht er, von quietschenden Reifen und dröhnenden Bässen
sowie von Anfeuerungsrufen der Umstehenden, von großen und
kleinen "Geschäften" im Vorgarten, von Erbrochenem,
zerschlagenem Glas und Müllhalden in Blumenbeeten und
schließlich noch von einer Massenschlägerei.
Die Anwohner haben Zahlen zusammengetragen. Denach sei ein
Diskobetrieb von Freitag bis Sonntag bis 3 Uhr nachts geplant.
1700 Gäste sehe die Eventhalle vor, 150 Parkplätze ständen zur
Verfügung. Fast alle Anwohner haben diese Pläne per
Unterschrift abgelehnt. "Selbst 80 Prozent der
Gewerbetreibenden sind mit der Ansiedlung nicht
einverstanden", sagen die Anwohner.
Die Stadtverwaltung bemüht sich um Besänftigung und Dialog.
Ob und wann die Eventhalle kommt, stehe nicht fest. Die
dazugehörigen Vorschriften würden derzeit geprüft. Dazu gehört
ein Schallgutachten. Allerdings: "Aus rechtlichen Gründen sind
wir verpflichtet, den Antrag des Betreibers zu genehmigen, wenn
alle Voraussetzungen erfüllt sind. Derzeit sieht alles danach
aus", gibt Peter Overhoff, Leiter des Bauordnungsamtes, zu
bedenken.
Die Besucherzahlen richteten sich aber nach Statistiken und
müssten nicht zur Regel werden. Ordnungsrechtliche Schritte
seien möglich, sobald Vorschriften geschaffen seien. Und die
Begrenzung des Lärmpegels richte sich ja nach dem Abstand
zum nächsten Wohngebiet - das laut Richtlinien nicht
gleichbedeutend mit Wohnungen im Gewerbegebiet ist.
Eine Anwohnerversammlung im Januar soll es richten: "Der
Betreiber ist bereit, sich dieser Kritik zu stellen und gemeinsam
zu überlegen, wie spürbare Auswirkungen abgemildert werden
können", sagt Bürgermeister Franz-Georg Rips. Einige
Überlegungen habe der schon angestellt. Aus den Reihen der
Politik ist jedoch auch zu vernehmen: Man wolle jetzt kein
"Erftstadt 21".
Kölnische Rundschau vom 02.12.2010#KL 

Wir sind einfach nur sprachlos, wütend, verärgert.... 

HIER könnt ihr nachlesen, wie es weiter geht...


Kommentare:

mama-niki hat gesagt…

Ohje! Da weiß man gar nicht, was man sagen soll!
Ich fühle mit euch *tröst*

A. Zimmer hat gesagt…

Siehe auch: http://www.erftstadt21.de.